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Hier finden Sie unsere bisherigen Beiträge aus diesem Jahr.

 

20.09.2019: Feuerwehr im Gespräch

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Spannende Rückblicke und ein Appell für mehr Respekt


„Feuerwehr im Gespräch“ blickte auf 50 Jahre Kreisfeuerwehrverband zurück und begrüßte Innenminister Herbert Reul als Unterstützer der aktuellen Respekt-Kampagne

 

Siegburg. Anlässlich des 50. Jubiläums des Kreisfeuerwehrverbandes des Rhein-Sieg-Kreises und für die Veranstaltung der Reihe „Feuerwehr im Gespräch“ kamen am 20. September namhafte Vertreter aus Politik, Verwaltung und Behörden sowie Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in die Rhein-Sieg-Halle, allen voran NRW-Innenminister Herbert Reul. Der Journalist und Moderator Ralf Rohrmoser-von Glasow hatte zu zwei spannenden Gesprächsrunden eingeladen, die sich zunächst der Historie des Feuerwehrwesens im Kreis und anschließend der ganz aktuellen Thematik des Respekts gegenüber Einsatzkräften widmeten.

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Eine Feuerwehr ohne Leitstelle, ein Kreis ohne professionellen Rettungsdienst, Helfer mit einfachsten Tragkraftspritzenanhängern und einigen ersten LF8 sowie eine rudimentäre Ausbildung, in welcher der Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern oder komplexe technische Hilfeleistungen regelrechtes Improvisationsvermögen abverlangte – es waren aus heutiger Sicht tollkühne Zeiten, als der Rhein-Sieg-Kreis im Jahre 1969 durch die Kommunale Neugliederung entstand und damit auch der Grundstein für den heutigen Kreisfeuerwehrverband des Rhein-Sieg-Kreises e.V. gelegt wurde. „Und doch haben wir auch damals Feuer gelöscht“, erinnerte Walter Jonas, von 1991 bis 2014 Kreisbrandmeister des Rhein-Sieg-Kreises, an jene Tage der Pionierarbeit. Gemeinsam mit Balthasar Schumacher, von 1981 bis 2002 stellvertretender Kreisbrandmeister, und Dr. Walter Kiwit, seit 1970 Dezernent, seit 1977 Kreisdirektor und von 1983 bis 1994 Oberkreisdirektor des Rhein-Sieg-Kreises, berichtete Walter Jonas von Meilensteinen der Feuerwehr im Rhein-Sieg-Kreis, aber auch von besonderen Einsätzen. Der Brand in einer Obdachlosenunterkunft am 16. Juni 1993 mit sechs Toten, ein schwerer Nebelunfall am 11. Januar 1985 mit sieben Toten und über 80 beteiligten Fahrzeugen, zwei Großbrände im Siegwerk und eine Not-Trinkwasserversorgung für Bad Honnef, als der Rhein nach einem Chemieunfall als Trinkwasserquelle ausfiel – an jene Einsatzlagen erinnerten sich die Führungskräfte bis heute ganz genau. Einsatzlagen, aus denen die Feuerwehr gelernt habe, Strategien entwickelt und das Wissen auch weitergegeben habe, berichtete Balthasar Schumacher, der 1985 selbst Lehrgänge für den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern (GSG) entwickelte. „Damals war die Feuerwehr im Rhein-Sieg-Kreis die erste Feuerwehr in NRW, die sich auf das Thema spezialisierte, Lehrgänge anbot und Pionierarbeit leistete“, betonte Walter Jonas.

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Erst 16 Jahre zuvor, bei der Gründung des Rhein-Sieg-Kreises im Jahre 1969, war der professionelle Feuer- und Zivilschutz im Kreis noch sehr einfach aufgestellt, blickte Dr. Walter Kiwit zurück, der damals aus der Kölner Verwaltung nach Siegburg gewechselt war: „Eine Leitstelle gab es damals nicht. Es gab in den Kommunen zum Teil noch nicht einmal einen Rettungsdienst.“ So wurden bei einem Bonner Fahrzeugbauer erste Rettungswagen beschafft, notdürftig ausgestattet und mit erfahrenen Feuerwehrleuten besetzt, die zuvor beim Kreisarzt im Wohnzimmer in Erster Hilfe unterrichtet wurden. Das Learning by Doing wurde durch professionelle Konzepte für den Rhein-Sieg-Kreis ergänzt, die sich zum Teil im ersten Rettungsassistentengesetz des Landes aus dem Jahre 1989 wiederfanden und den Rettungsdienst professionalisierten.

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Heute stößt das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute sowie die professionelle Zusammenarbeit von und mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf damals undenkbare, neue und gravierende Herausforderungen: auf eine Gesellschaft, in der eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften zu Hass und sogar Gewalt an Einsatzstellen führt. Ein Thema, dem sich zur Veranstaltung „Feuerwehr im Gespräch“ ein zweiter, fachkundiger Gesprächskreis widmete: Der Leitende Polizeidirektor Günter Brodeßer, Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke als Sprecher der 19 Bürgermeister im Rhein-Sieg-Kreis, Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg und NRW-Innenminister Herbert Reul berichteten den anwesenden Gästen von den Auswirkungen der Respektlosigkeit im Einsatzalltag. Beleidigungen sowie Bedrohungen gegen Einsatzkräfte und deren Familien, Gewaltandrohungen haben in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen, so die Experten unisono.

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„Ich will nicht zurückschauen und sagen, dass früher alles besser war, denn das stimmt auch nicht“, betonte Innenminister Herbert Reul, „aber das Zusammenleben funktioniert nur, wenn man sich an bestimmte Regeln hält. Dazu gehört auch der Respekt gegenüber Einsatzkräften. Und das hat sich deutlich verändert.“ Damit sei nicht allein Bedrohung oder Gewalt gemeint, unterstrich Reul, „dazu gehört auch die Beleidigung und die «dumme Rede». Da muss irgendwann eine Grenze gezogen werden.“ Eine Grenze, die im Moment nur schwer erkennbar sei, berichtete der Leitende Polizeidirektor Günter Brodeßer aus der Praxis: Nach 80 Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen auf Polizeibeamte im Jahr 2017 stieg die Zahl auf 92 Fälle im Jahr 2018. Für das Jahr 2019 rechnet Brodeßer angesichts des bisherigen Jahresverlaufs mit rund 120 Übergriffen. Selbst unbeteiligte Dritte würden sich an Einsatzstellen mit Beleidigungen einmischen oder, so jüngst geschehen, Einsatzkräfte grundlos mit Gegenständen bewerfen. Hier sei es wichtig, sämtliche Fälle sofort zu melden und zu verfolgen, warnte der NRW-Innenminister vor einer Bagatellisierung von Vorfällen: „Das muss konsequent geahndet werden.“ Zugleich sei es wichtig, in der Bevölkerung auf das Thema aufmerksam zu machen und Unterstützer zu motivieren, sich für mehr Respekt in der Gesellschaft stark zu machen, ergänzte Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg: „Es geht darum, diejenigen, die auf unserer Seite sind, auf unserer Seite zu behalten. Wir stellen uns den Problemen gemeinsam entgegen und stehen zusammen.“ Genau das vermittelt auch die aktuelle Kampagne „Respekt – Bonn/Rhein-Sieg!“, für die der Innenminister Lob und Anerkennung aussprach: „Wir brauchen ein Aufbegehren der Bürgerschaft. Dann haben diejenigen, die sich daneben benehmen, keine Chance.“

 

Passend rur Gesprächsrunde "Respekt gegenüber Einsatzkräften" präsentierte der Kreisfeuerwehrverband den Film zur Respekt-Kampagne mit Tom Gerhardt in der Hauptrolle sowie seine Videobotschaft an alle Gäste. Hier geht es zur Videobotschaft und dem Film.

 

Fotos: Udo Schumpe

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20.09.2019: Delegiertenversammlung

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Delegierte würdigten besonderes Engagement für die Feuerwehr

Feuerwehr-Ehrennadel in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes für Landrat Sebastian Schuster und den Leitenden Polizeidirektor Günter Brodeßer

 

Siegburg. Weil sie sich im besonderen Maße um das Feuerschutzwesen innerhalb des Rhein-Sieg-Kreises verdient gemacht haben, hat der Kreisfeuerwehrverband des Rhein-Sieg-Kreises e.V. im Rahmen seiner großen Delegiertenversammlung am 20. September Landrat Sebastian Schuster und den Leitenden Polizeidirektor Günter Brodeßer mit der Feuerwehr-Ehrennadel in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. In seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands dankte Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle dem Landrat für sein Engagement bei der Stärkung des Feuerschutzes im Rhein-Sieg-Kreis, insbesondere für die Planungen des künftigen Gefahrenabwehrzentrums, da er hierfür entsprechende Mittel in den Haushalt eingestellt hat.

Hervorragende Zusammenarbeit attestierte Engstenberg auch dem Leitenden Polizeidirektor Günter Brodeßer: Als Leiter der Abteilung Polizei ist Brodeßer für die ordnungsmäßige Führung der Geschäfte und für den Dienstbetrieb in der Abteilung Polizei einschließlich des Leitungsstabs und der Direktionen Gefahrenabwehr/Einsatz, Kriminalitätsbekämpfung, Verkehrsunfallbekämpfung, Zentrale Aufgaben verantwortlich. Dabei arbeitet die Kreispolizeibehörde, die mit rund 500 Mitarbeitern für rund 372.000 Einwohner im rechtsrheinischen Kreisgebiet zuständig ist, seit Jahren eng mit der Feuerwehr im Rhein-Sieg-Kreis zusammen.

Lob und Anerkennung für die Zusammenarbeit und Unterstützung von Landrat und Polizei gab es nicht nur von den Führungskräften der Feuerwehr, sondern auch den Delegierten aus allen 19 Feuerwehren der Kreiskommunen. Diese hatten vor den Ehrungen im Rahmen der Delegiertenversammlung Wahlen zum Verbandsausschuss durchzuführen. Als Beisitzer wurde Thomas Vitiello von der Freiwilligen Feuerwehr Hennef wiedergewählt. Zudem wurde neuer Beisitzer Markus Völker von der Freiwilligen Feuerwehr Siegburg. Turnusmäßig stand auch die Wahl der Kassenprüfer des Kreisfeuerwehrverbandes an: Herbert Maur aus Sankt Augustin und Günter Wiegershaus aus Meckenheim wurden in dieses Amt gewählt.

 

Fotos: Udo Schumpe

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05.09.2019: Video zur Kampagne „Respekt - Bonn/Rhein Sieg!“

„Respekt - Bonn/Rhein Sieg!“ Weil: Respekt ist voll normal.

Mehr Respekt gegenüber Rettern, Helfern und Beschützern fordert auch Tom Gerhardt alias Hausmeister Krause. Zu sehen ist der bekannte Schauspieler und Comedian jetzt im neuen Video zur Kampagne „Respekt – Bonn/Rhein-Sieg!“. Er appelliert an die Zuschauer für mehr Respekt, „weil: Respekt ist voll normal“.

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Die Respekt-Kampagne soll aufrütteln und zeigen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mit den verschiedenen Situationen beschäftigen und sich mit der Kampagne solidarisieren. Dazu haben sich die Hilfsorganisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossen. In der Vergangenheit war es häufig zu negativem Verhalten gegenüber Einsatzkräften gekommen. Polizisten und Ordnungsamtmitarbeiter werden bespuckt, angegriffen und beleidigt. Anordnungen oder Weisungen werden häufig nicht akzeptiert oder einfach nicht beachtet. Immer wieder sind davon Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte betroffen. Wer schon das Martinshorn eines Notarztwagens oder den Lärm eines Rettungshubschraubers als Ruhestörung empfindet, der sollte sich überlegen, worum es in so einem Einsatz geht.

 

Tom Gerhardt findet dazu klare Worte. Aber sehen Sie sich das Video selbst an!

06.08.2019: Update "Respekt - Bonn/Rhein-Sieg!"

 

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"Respekt - Bonn/Rhein-Sieg!"

Seit März 2019 plädiert die Kampagne für mehr Respekt im Einsatz

Rhein-Sieg-Kreis. Die tägliche Arbeit mit gutem Gefühl erledigen und dafür den notwendigen Respekt erhalten, ist wohl für jeden Menschen wichtig. „Rücksichtnahme, Achtung und Respekt sind Tugenden, die wir uns alle wünschen. Für unsere Feuerwehrangehörigen sowie alle Einsatzkräfte sind sie unerlässlich, gegenseitiger Respekt erleichtert den Einsatzerfolg“, sagt Dirk Engstenberg, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein-Sieg-Kreis e.V. und legt Wert auf die Wertschätzung eines jeden.

Seit März beteiligt sich der Verband somit an der Kampagne „Respekt – Bonn/Rhein-Sieg!“ und möchte aufmerksam machen auf bisher erlebte respektlose Situationen. „Von denen gibt es leider immer mehr“, bestätigt Engstenberg. Doch ihn ereilten und überraschten in den vergangenen Wochen einige positive Beispiele. Dazu zählt: Bei einem Hochhausbrand in Sankt Augustin halfen zwei starke Männer den Feuerwehrleuten vor Ort die Schläuche in die oberen Stockwerke zu tragen. Aufzüge dürfen im Brandfall nicht genutzt werden. „Diese Unterstützung wird von uns in dieser Form nicht verlangt, aber es zeigt die grundsätzliche Hilfsbereitschaft und den Respekt gegenüber den Einsatzkräften sowie der Gesellschaft.“ Die Respekt-Kampagne soll aufrütteln und zeigen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mit den verschiedenen Situationen beschäftigen und sich mit der Kampagne solidarisieren. Dazu haben sich die Hilfsorganisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossen. In der Vergangenheit war es häufig zu negativem Verhalten gegenüber Einsatzkräften gekommen. Polizisten und Ordnungsamtmitarbeiter werden bespuckt, angegriffen und beleidigt. Anordnungen oder Weisungen werden häufig nicht akzeptiert oder einfach nicht beachtet. Immer wieder sind davon Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte betroffen. Wer schon das Martinshorn eines Notarztwagens oder den Lärm eines Rettungshubschraubers als Ruhestörung empfindet, der sollte sich überlegen, worum es in so einem Einsatz geht. Auch beim Thema Rettungsgasse bilden, sollten alle Bürgerinnen und Bürger nicht im Weg stehen. „Es fängt bei den Kleinigkeiten im Hintergrund an“, sagt Dirk Engstenberg und möchte, dass sich die Bürger vom Kleinkind bis zum Autofahrer mit der Kampagne identifizieren.

 

Der große Teil der Gesellschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht in Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und den Ordnungsämtern die helfende Hand, den Lebensretter und den Helfer in der Not. Hier liegt aktuell die „schweigende Mehrheit“, die mit der Kampagne unter anderem für ihre Helfer Farbe bekennen soll. Denn Teile der Gesellschaft fühlen sich durch die tägliche, wichtige Arbeit in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, und sei es nur, weil ein Umweg wegen einer Unfallsperrung, als eine staatliche oder behördliche Willkür empfunden wird, gegen die man sich wehren muss.

„Ich habe diese Kampagne ins Leben gerufen, um in der gesamten Region mit starken Partnern das Verständnis für den notwendigen Respekt und die erforderliche Anerkennung einzufordern“, sagte Landrat Sebastian Schuster und betonte. „Als Leiter der Kreispolizeibehörde Siegburg und Chef der Kreisverwaltung stehe ich auch dafür ein, dass alle Übergriffe auf unsere Einsatzkräfte zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt werden.“ Damit es aber gar nicht so weit kommen muss, ist die Kampagne hoffentlich weiterhin auf einem guten Weg ins Bewusstsein der Menschen zu dringen. „Mit unseren 19 kommunalen Feuerwehren sowie insgesamt 109 Feuerwehrstandorten leben wir von der Unterstützung der Bürger“, weiß Dirk Engstenberg um die nicht zu unterschätzende Einstellung. Denn: Den Respekt, den die Bürger von ihren Einsatzkräften erhalten möchten, fordern die Wehrleute ebenso ein. Wer also in der kommenden Zeit das Logo der Kampagne sieht, sei es auf einem Einsatzwagen oder im Internet, soll an diesen Appell erinnert werden.

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01.08.2019: Kooperation für Ausbildungsangebote

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Kooperation bietet Mehrwert

Rhein-Sieg-Kreis und Bonn schaffen zusätzliche Ausbildungsangebote

Rhein-Sieg-Kreis/Bonn. Mit wenig Aufwand mehr erreichen – dieses Ziel haben sich bei einer künftigen Kooperation der Rhein-Sieg-Kreis mit seinen 19 Kommunen und die Bundesstadt Bonn vorgenommen. Im Detail heißt das zusätzliche Ausbildungsangebote für ehrenamtliche Feuerwehrangehörige schaffen. Bisherige Lehrgänge und deren Formen bleiben bestehen, die Teilnahmemöglichkeiten an Ausbildungen in anderen Gebieten werden ausgebaut. „Für die Feuerwehrangehörigen sollen sich dadurch im Einzelfall der Erwerb von Qualifikationen vereinfachen
und die Ausbildung insgesamt beschleunigen“, erklärt Jochen Stein, Amtsleiter für Feuerwehr und Rettungsdienst des Dezernats für allgemeine Verwaltung und Ordnung der Stadt Bonn. Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg ergänzt: „So wie wir vollständige Ausbildungen bei Feuerwehrangehörigen gegenseitig anerkennen, wollen wir das bei Ausbildungsteilen handhaben, sofern sie inhaltlich vergleichbar sind.“ Bei ortstypischen Unterschieden, z. B. andere Fahrzeugpumpe, anderes Funkkonzept, andere Geräteverwendungen, bleibt die grundsätzliche Anerkennung  bestehen. Nachschulungen und ortsspezifische Einweisungen sind dann ebenso erforderlich wie dies bei Dienstherrenwechseln der Feuerwehrangehörigen auch der Fall ist.
Umgesetzt wird das Ausbildungsangebot ab dem kommenden Jahr. Bereits im September wird es Gespräche mit den Ausbildungsbeauftragten aller Kommunen geben, wo dann die  Bedarfsabfrage erfolgt, sowie die Vergabe und Belegung der Lehrgangsplätze festgelegt werden. Die Ausbildungen aller teilnehmenden Kommunen sowie die Regeln zur  Lehrgangsplatzvergabe sollen im Oktober 2019 mit Angabe von Inhalten, Zeiten und Orten in den Feuerwehren verteilt werden. Generell werden die Feuerwehrangehörigen an ihren eigenen
Feuerwehren oder Ausbildungszusammenschlüssen ausgebildet. Dieses Angebot erweitert zusätzlich die Möglichkeit an einer Ausbildung teilzunehmen – sei es ganztags, wochentags, abends oder an Wochenenden – je nach persönlichem Bedarf. Teilnehmer von externen Gemeinden erhalten über die durchgeführte Ausbildung eine entsprechende Bestätigung zur Vorlage bei der eigenen Gemeinde. Im Einzelfall soll das Netzwerk der Ausbildungsbeauftragten genutzt werden, um Feuerwehrangehörigen das Nachholen bzw. Erwerben von einzelnen Bestandteilen eines Lehrgangs zu ermöglichen.

13.07.2019: Alarm-Bereitschaft "Waldbrand"
13.07.2019

Alarm-Bereitschaft "Waldbrand" für den Rhein-Sieg-Kreis gegründet

Wald- und Vegetationsbrände beschäftigen die Feuerwehren im Kreisgebiet stärker als je zuvor. Die Feuerwehren bilden nun eine neue Alarmbereitschaft, um den zukünftigen Herausforderungen schneller entgegenwirken zu können.

 

Rhein-Sieg-Kreis. Heiß und trocken waren die vergangenen Sommer – in den kommenden Jahren werden die Dürrezeiten laut meteorologischen Aussagen nicht kürzer. Im Rhein-Sieg-Kreis sorgt dies für eine erhöhte Gefahr von größeren Wald- und Vegetationsbränden. Das Risiko für Waldbrände steigt zudem aufgrund eines zusätzlichen Borkenkäferbefalls. Daher hat der Rhein-Sieg-Kreis Mitte Juli eine neue Alarm-Bereitschaft „Waldbrand“ gegründet.

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Zum Auftakt trafen sich rund 80 Feuerwehrleute im Kreisfeuerwehrhaus. Aus den verschiedenen Einheiten des Rhein-Sieg-Kreises waren sie mit ihren insgesamt 14 Einsatzfahrzeugen nach Siegburg gekommen. Zum Kennenlernen und Austausch gab es direkt den ersten Test: einen Probealarm für die Alarm-Bereitschaft „Waldbrand“, sodass entsprechend die Melder piepten. Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg hatte zum Start den Städtischen Branddirektor Dr. Ulrich Cimolino aus Düsseldorf eingeladen. Er schulte die Kameradinnen und Kameraden zu den Waldbrandgefahren in Nordrhein-Westfalen, den entsprechenden Einsatztaktiken und gab seine Erfahrungen weiter.

Besondere Herausforderungen bei einem Wald- und Vegetationsbrand sind die Wasserförderung, Wasserversorgung und Waldbrandbekämpfung schnell und direkt vorzunehmen. „Wir haben eine gute Feuerwehr-Ausbildung für die breite Masse, aber Waldbrände bieten eine sehr dynamische Lage“, so Cimolino. Der Rhein-Sieg-Kreis sei gut aufgestellt, aber Ziel sei es besser und sicherer zu werden. Beeindruckt zeigte sich der Referent vor allem von der Idee ausrangierte Milchtransporter, sogenannte Tuffi-Tanker, umbauen zu lassen. Anhand zwei dieser umfunktionierten Fahrzeuge können 26.000 Liter Wasser zur Einsatzstelle gebracht werden. Gerade an entlegenen Orten, z. B. in der Wahner Heide, sei dies von Vorteil. Neben den Tuffi-Tankern, die in Hennef und Königswinter stationiert sind, zählt die Alarm-Bereitschaft insgesamt 14 Fahrzeuge, darunter etliche Tanklöschfahrzeuge. Bislang stehen für die überörtliche Hilfe elf Alarmgruppen und zwei Alarmzüge zur Wasserbeförderung zur Verfügung. Mit der Schlauchversorgung können Strecken bis zu sechs Kilometern Länge überwunden werden. Die Einsatzfahrzeuge bringen zudem insgesamt 40.000 Liter Wasser in Löschwassertanks mit. Die Brandbekämpfung selbst erfolgt dann unter anderem durch wendige, geländefähige Tanklöschfahrzeuge. Dieses enorme Einsatzpotenzial kann künftig bei ausgedehnten Wald- und Flächenbränden im Rhein-Sieg-Kreis aber auch in angrenzenden Kommunen eingesetzt werden.

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„Die Feuerwehr stellt sich fortlaufend auf neue technische oder natürliche Gefahren ein, nun auch auf die Folgen vermehrt auftretender Trockenheit“, sagte Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg. In seiner Begrüßung erinnerte er an zwei Einsätze aus der Vergangenheit, wo die Feuerwehrleute entscheidend zusammen standen: April 2017 Wald- und Heidebrand in Troisdorf sowie August 2018 Flächenbrand in Siegburg-Brückberg an der Eisenbahnstrecke.


„In der Alarm-Bereitschaft erfolgt die Zusammenstellung der Expertinnen und Experten mit bestimmten Spezialfahrzeugen“, erklärte Landrat Sebastian Schuster. Wie sehr er hinter der Feuerwehr und den Einsatzkräften steht, belegte er mit den aktuell laufenden Projekten, die vom Kreis unterstützt werden. Dazu gehören beispielsweise die Respekt-Kampagne sowie das sich in der Planung befindende Gefahrenabwehrzentrum, wo momentan ein passendes Grundstück gesucht wird.
Der Rhein-Sieg-Kreis zählte allein im Juni 45 Feld- und Vegetationsbrände. Seit April stehen insgesamt 14 klassifizierte Waldbrände auf der Liste.

 

 

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Neben all dem Fortschritt ist ein Werkzeug bei der Waldbrandbekämpfung allerdings früher wie heute im Einsatz. Die Feuerpatschen dürfen nicht fehlen. Mit 2,20m Länge eignen sie sich speziell bei Freiflächenbränden.

 

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21.03.2019: Neue Brandschutzkoffer
21.03.2019

Feuerwehren freuen sich über neue BrandschutzkofferVerband Brandschutzkoffer 0193

Rhein-Sieg-Kreis (pk) Sich im Brandfall richtig zu verhalten, ist nicht nur wichtig, sondern will auch gelernt sein. Aus diesem Grunde hat der Verband der Feuerwehren in NRW (VdF) und die Provinzial Rheinland Versicherungen, im Rahmen einer Schulungsveranstaltung, neue Brandschutzkoffer an die Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis übergeben.
Mit dem neu aufgelegten Koffer zur Brandschutzerziehung erhalten die Wehren ein optimiertes Instrument für die Vermittlung von Brandschutzwissen und die Sensibilisierung für Brandgefahren.

Der Brandschutzkoffer hat einen Wert von 350 Euro und enthält eine Ausstattung, die für den Fall der Fälle vorbereitet: Mit Rauchwarnmelder, Verbrennungsdreieck, Notruftelefon, reichhaltigem Informationsmaterial und vielem mehr sind Brandschutzerzieher für ihre Arbeit in Kindergärten und Schulen umfassend ausgerüstet. „Brandschutzerziehung
kann gar nicht früh genug beginnen. Durch den Brandschutzkoffer werden die Kinder realitätsnah über die Wirkungsweise von Feuer aufgeklärt und sie können zugleich aktiv das richtige Verhalten im Notfall üben“, erklärt Tristan Krieger vom Verband der Feuerwehren in NRW. „Brandschutz ist ein wichtiges Thema, vor allem für die Zielgruppe Kinder. Die ausgewählten Inhalte sensibilisieren die Kinder für das Thema ‚Feuer‘, fördern den Abbau von Ängsten und schärfen so ein reflektiertes Selbstbewusstsein“, sagt Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg. Mit den Materialien könne schnell und einfach ein erstes Sicherheitstraining vermittelt werden.


Seit 2016 übergeben der Verband der Feuerwehren in NRW in Zusammenarbeit mit der Provinzial Rheinland und der Westfälischen Provinzial an jede Kommune in NRW Brandschutzkoffer,
um die Brandschutzerziehung vor Ort zu unterstützen. Pro Jahr werden jeweils 100 neue Brandschutzkoffer verteilt. In der ersten Zuteilung hatten die Feuerwehren Königswinter, Swisttal und Wachtberg bereits einen Koffer erhalten. Mit der jetzigen Übergabe haben die 16 noch verbleibenden Feuerwehren im RSK ihren Koffer erhalten.

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11.03.2019: Projekt "Respekt - Bonn/Rhein-Sieg!“

11.03.2019

Projekt „Respekt - Bonn/Rhein-Sieg!“

Für mehr Respekt gegenüber Rettern, Helfern und Feuerwehrangehörigen schließen sich Feuerwehren, Rettungsdienste, Ordnungsbehörden und Polizei in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen.

Ob hauptberuflich oder im Ehrenamt: Wehrleute, Rettungskräfte, Polizisten oder Mitarbeiter der Ordnungsämter retten, helfen, schützen und gewährleisten die notwendige Ordnung. Dabei riskieren sie mitunter auch ihre Gesundheit oder ihr Leben. Nun fordern sie gemeinsam den notwendigen Respekt für ihre tägliche Arbeit zum Wohle aller Menschen in der Gesellschaft ein.

 

Was viele von uns aber tagtäglich erleben ist schlicht Respektlosigkeit. Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter werden bespuckt, angegriffen und beleidigt. Anordnungen oder Weisungen werden häufig nicht akzeptiert oder einfach nicht beachtet. Immer wieder sind davon auch Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte betroffen.

 

Der große Teil der Gesellschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht in Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und den Ordnungsämtern die helfende Hand, den Lebensretter und den Helfer in der Not. Teile der Gesellschaft fühlen sich allerdings durch die tägliche, wichtige Arbeit in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, und sei es nur, weil ein Umweg wegen einer Unfallsperrung als eine staatliche Unverschämtheit oder behördliche Willkür empfunden wird, gegen die man sich wehren muss. Dabei geht es in unserem Job für die Gesellschaft nicht selten um die Rettung von Menschenleben, die Hilfeleistung für Verletzte, Strafverfolgung und die Abwehr von Gefahren, von denen jeder Mensch einmal betroffen sein könnte und selbst auf Hilfe angewiesen wäre.

 

Wer schon das Martinshorn eines Notarztwagens oder den Lärm eines Rettungshubschraubers als Ruhestörung empfindet, der sollte sich überlegen, worum es in so einem Einsatz geht.

 

Es ist dringend notwendig, den Respekt einzufordern, den Retter und Helfer, die sich tagtäglich zum Wohle aller Menschen in dieser Gesellschaft engagieren, verdient haben.

 

Auf Initiative der Polizei Rhein-Sieg-Kreis haben sich der Landrat und Polizeichef des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, die kreisangehörigen 19 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, sowie die Verantwortlichen von Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und dem technischen Hilfswerk zu einer gemeinsamen Kampagne für mehr Respekt gegenüber Polizei und Rettungskräften zusammengeschlossen. All diese Menschen leiten und vertreten die beteiligten Organisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Gemeinsam wollen sie das Thema in die öffentliche Diskussion bringen. Sie setzen sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region wieder respektvoller miteinander und besonders mit Ihnen, den Frauen und Männern „unter Blaulicht“, umgehen. Daher steht schon in dem gemeinsamen Logo das Motto „Respekt - Bonn/Rhein-Sieg!“.

Eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Stadt Bonn, der Kommunen des Kreises, der Polizeibehörden sowie der Rettungsdienste und Feuerwehren wurde beauftragt, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um sich an die Öffentlichkeit zu wenden.

Die Projektgruppe will der Bevölkerung in der Region zunächst positiv darstellen, was Angehörige von Rettungsdiensten, Feuerwehren, Polizeien und Ordnungsämtern denn genau tun. Wie wichtig ist ihre Arbeit für die Menschen? Was hängt alles davon ab? Wer sind die Menschen hinter der Uniform? Was bewegt sie und wie leben sie? Wie empfinden sie respektloses Verhalten? Welche positiven oder negativen Erlebnisse haben sie zu erzählen?

 

Unterstützen Sie das Projekt „Respekt Bonn/Rhein-Sieg!“

 

Wir sind interessiert an Ihren Erfahrungen und möchten Ihre Erlebnisse für unsere Kampagne nutzen. Können Sie sich vorstellen, Teil und Gesicht der Kampagne zu werden? Seien Sie versichert, dass Ihre Angaben nur in der mit Ihnen vereinbarten Form (Presse, Soziale Netzwerke, TV/Radio) und unter strenger Berücksichtigung Ihrer Persönlichkeitsrechte benutzt werden. Wir brauchen Ihre „Geschichte“!!!

 

Sie sind zudem herzlich eingeladen, sich mit Ideen, Anregungen und Kommentaren an die Projektgruppe zu wenden.

Kontakt: peter.kern@kfv-rsk.de

30.01.2019: Investitionen in die Zukunft
30.01.2019

Investitionen für die Zukunft

Bisherige Anschaffungen sind erfolgreich, weitere wurden durch den Kreistag beschlossen

Rhein-Sieg-Kreis. Im Doppelhaushalt 2019/2020 hat die Fachverwaltung des Kreises eine ganze Reihe von notwendigen Investitionen im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes eingestellt. Der Kreistag hat mit seinem Mehrheitsbeschluss alle Positionen im Haushaltsentwurf beschlossen. In der vergangenen Haushaltsperiode konnten die geplanten Investitionen alle umgesetzt werden. Ein großes Projekt war die Anschaffung von zwei kreiseigenen Messfahrzeugen zur Gefahrstoffmessung. Diese Fahrzeuge und deren zum Teil neu angeschaffte Messausstattung verbessern enorm die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren beim Gefahrstoffnachweis und bei Konzentrationsmessungen.
Im Haushalt 2019/2020 sind zur weiteren Ausstattungsergänzung Mittel für jeweils vier Chemikalienschutzanzüge in Höhe von 33.000 Euro vorgesehen sowie weitere 28.000 Euro für ein neues Gerät zur Gefahrstoffidentifikation. Auch im Kreisfeuerwehrhaus wird die Automatisierung weiter vorangetrieben. Im vergangenen Haushalt konnte bereits eine vollautomatische Anlage zum Waschen und Prüfen von Schläuchen und eine Reinigungsanlage zum Waschen von Atemschutzmasken in Betrieb genommen werden. Beide Anlagen haben sich so gut bewährt, dass jeweils nochmal zur Deckung des gesamten Arbeitsbedarfes in solche Anlagen investiert werden soll. Durch die Inbetriebnahme dieser Geräte wird vornehmlich die Betriebssicherheit und Reinigungsqualität verbessert. Weitere Anschaffungen sind für die Ergänzungen der Geräte zur Dekontamination von Einsatzkräften und verletzten Personen vorgesehen, die die bereits in der Vergangenheit durchgeführten Anschaffungen weiter komplettieren. Im Bereich der Information und Kommunikation wird ein komplexes Projekt angestoßen. In den vergangenen Jahren mussten erhebliche finanzielle Mittel zum Erhalt der Einsatzbereitschaft des Einsatzleitwagens aufgebracht werden. In der Planung ist ein ELW 2, der im Jahr 2020 mit einem Budget von 600.000 Euro geplant und bestellt werden kann. Zusätzliche 30.000 Euro stehen für dieses Projekt bereits als Planungskosten ab 2019 zur Verfügung. Als weiterer Ausstattungsbestandteil des ELW 2, vornehmlich zur Lageerkundung und für Kurierfahrten, kann bereits in diesem Jahr ein Einsatzmotorrad angeschafft werden. Das größte Projekt ist jedoch die Realisierung des Gefahrenabwehrzentrums. Hierfür sind bereits ab 2019 Haushaltsmittel zum Grundstückserwerb vorgesehen.

Investitionen GEB 4251

Hier eines der beiden identischen Messfahrzeuge. Foto: G. Barkowski

 

 

30.01.2019: Neue Unfallverhütungsvorschrift (UVV)
30.01.2019

Schutz der Einsatzkräfte ist das höchste Ziel

Neue Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Feuerwehren“ ersetzt 30 Jahre altes Regelwerk

Rhein-Sieg-Kreis. (SG) Mit Beginn des Jahres 2019 erwarten wir die grundlegende Überarbeitung der UVV „Feuerwehren“. Aus der bisherigen GUV-V C53 wird dann die DGUV Vorschrift 49 sowie die DGUV Regel 105-049. Dies entspricht einer kompletten Neufassung der fast 30 Jahre gültigen, alten UVV „Feuerwehr“.

UVV Cover

Viele Änderungen ab 2019

Gegenüber der bisherigen UVV hat sich der Geltungsbereich deutlich geändert: Die neue DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ gilt „nur“ noch für Städte und Gemeinden mit Freiwilligen Feuerwehren und Pflichtfeuerwehren, sowie der dort ehrenamtlichen Dienst verrichtenden Feuerwehrangehörigen. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Sie gilt nicht für Beamte und hauptberuflich im Feuerwehrdienst Beschäftigte. Für diese gilt uneingeschränkt das staatliche Arbeitsschutzrecht. Die Regelungen der DGUV Vorschrift 49 können jedoch für Beamte und Beschäftigte per Anweisung des Dienstherrn bzw. der Dienstherrin zur Anwendung kommen.

 

Neuer Abschnitt für Sicherheit und Gesundheitsschutz von Einsatzkräften

Als neuer Abschnitt II wurde die „Organisation von Sicherheit und Gesundheitsschutz“ in die UVV aufgenommen. Er regelt in eigenen Paragrafen unter anderem die Zuständigkeiten und Verantwortungen, die Gefährdungsbeurteilung, die sicherheitstechnische und medizinische Beratung, aber auch die persönlichen Anforderungen und Eignungen sowie die arbeitsmedizinische Vorsorge. So obliegt mit der Neuregelung der Gemeinde bzw. Stadt die Verantwortung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der dort tätigen Feuerwehrangehörigen. Die sich aus dem Ehrenamt ergebenden Strukturen und Anforderungen müssen bei der Wahrnehmung dieser Verantwortung besonders berücksichtigt werden. Mehr Klarheit gibt es auch bei den Vorgaben zur Eignung für den Feuerwehrdienst. Im Feuerwehrdienst dürfen nur Feuerwehrangehörige eingesetzt werden, die für die jeweilige Tätigkeit körperlich und geistig geeignet und fachlich befähigt sind. Bestehen konkrete Anhaltspunkte für Zweifel an der Eignung, so sind diese ärztlich untersuchen und bestätigen zu lassen.

 

Aktuell wird der Kreisfeuerwehrverband durch folgenden Vorstand vertreten:

Vorsitzender: Dirk Engstenberg
Stellvertretender Vorsitzender:   Markus Zettelmeyer